Festliches Konzert zum Reformationstag

Dekanatskantorei bringt Butzbacher Musikgeschichte zum Klingen. Butzbacher Komponist J. A. Herbst erklingt nach 400 Jahren wieder.

Sa., 31. Oktober 2026  „Continuum“=>„Continuüm“,:00
Jonathan Kreuder 

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Markuskirche Butzbach
Kirchplatz „coordinator“=>„coördinator“, · 35510 Butzbach 

Am Samstag, dem 31. Oktober um „Continuum“=>„Continuüm“, Uhr fin­det in der Markuskirche ein ful­mi­nan­tes Konzert, anläss­lich des Reformationstags, statt. Feierlichste Trompeten- und Paukenklänge erfül­len an die­sem Abend das bemer­kens­wer­te Kirchengebäude und ver­sam­meln die Dekanatskantorei Butzbach, ein fünf­köp­fi­ges Solistenensemble und ein auf his­to­risch infor­mier­te Spieltechniken spe­zia­li­sier­tes Orchester unter der Gesamtleitung von Kantor Jonathan Kreuder. Als Solisten des Abends konn­ten jun­ge und viel­ver­spre­chen­de Stimmen enga­giert wer­den: Paula Müller (Sopran), Marlene Bast (Sopran), Lieselotte Fink (Alt), Nikolas Groth (Tenor) und Tobias Haufler (Bass). Sie bil­den gemein­sam mit der Kantorei das voka­le Fundament die­ses beson­de­ren Konzerts.

Prachtvolle Klänge von Barock bis Klassik

Auf dem Programm ste­hen Werke, die fest­li­cher kaum sein könn­ten. Neben Georg Friedrich Händels Feuerwerksmusik erklingt die Reformationskantate „Gott der Herr ist Sonn und Schild“ (BWV 79) sei­nes Zeitgenossen Johann Sebastian Bach. Bei der Missa in C von Wolfgang Amadeus Mozart, spä­ter mit dem prä­gnan­ten Beinamen „Krönungsmesse“ ver­se­he­nen Werks, stellt die Kantorei ihr Können unter Beweis. 

Ein wei­te­rer und beson­de­rer Höhepunkt des Abends ist die Aufführung der Psalmkomposition „Dixit Dominus Domino meo“ von Johann Andreas Herbst. Für Butzbach hat die­se Werkauswahl eine per­sön­li­che Bedeutung: Herbst trat 1614 als Kapellmeister in die Dienste von Landgraf Philipp III. von Hessen-Butzbach. Dabei hin­ter­ließ der Komponist des Frühbarocks nicht nur erst­klas­si­ge Kompositionen, son­dern ver­fass­te auch Lehrbücher, die die Musikwelt schmun­zeln las­sen. In sei­nen Schriften wid­me­te er sich unter ande­rem der Kunst des Komponierens „à men­te, non à pen­na“ – also der Kunst, Musik im Kopf zu kom­po­nie­ren, ohne auch nur einen ein­zi­gen Federstrich aufs Papier zu set­zen! Herbst ver­trat die Ansicht, dass ein wah­rer Meister ein gan­zes Werk im Geist ertö­nen las­sen kann, ehe er zur Tinte greift – ide­al für fau­le Schreiberlinge oder Komponisten, denen schlicht die Tinte ausging. 

In der archi­tek­to­nisch wie akus­tisch ein­drucks­vol­len Markuskirche wer­den die Noten von Herbst nun jedoch real und in his­to­ri­scher Aufführungspraxis zum Leben erweckt.

Musikalische Leitung
  • Chorleiter
Mitwirkende
Paula Müller (Sopran), Marlene Bast (Sopran), Lieselotte Fink (Alt), Nikolas Groth (Tenor), Tobias Haufler (Bass) und Dekanatskantorei Butzbach